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Rocca de la Macie Toskana
Rocca delle Macie vereint Kino-Geschichte und Toskana-Wein: Wie ein italienischer Filmproduzent 1973 eines der renommiertesten Chianti-Weingüter gründete.
Rocca delle Macie ist ein 1973 gegründetes Chianti-Weingut im Herzen der Toskana – und hat eine Geschichte, die man sich kaum ausdenken könnte: Der Gründer Italo Zingarelli war einer der erfolgreichsten italienischen Filmproduzenten der 1970er Jahre, verantwortlich unter anderem für den Kult-Western Lo Chiamavano Trinità mit Bud Spencer und Terence Hill. Statt Leinwand entschied er sich irgendwann für Weinberge – und erschuf ein Weingut, das heute zu den besten Chianti-Produzenten der Toskana zählt. Der Chianti Classico kostet bei Scheurichweine ab 11,90 EUR, die Riserva ab 18,50 EUR – beide mit Top-Bewertungen internationaler Weinkritiker.
Es gibt Lebensläufe, die kein Drehbuch besser schreiben könnte. Italo Zingarelli wurde am 15. Januar 1930 in Lugo di Romagna geboren, begann seine Karriere als Boxer und Stuntman im italienischen Kino und arbeitete sich zum gefragten Filmproduzenten hoch. Sein erstes eigenes Produktionshaus eröffnete er 1964 – ein Jahrzehnt später hatte er das Fundament für eine der bemerkenswertesten Karrieren des italienischen Kinos gelegt.

1970 erschien Lo Chiamavano Trinità – ein Western, der mit Bud Spencer und Terence Hill das Kino in ganz Europa im Sturm eroberte. Zingarelli produzierte den Film und den direkten Nachfolger …Continuavano a Chiamarlo Trinità (1971). Beide Filme gehören bis heute zu den meistgesehenen italienischen Filmen aller Zeiten. Daneben co-produzierte er 1974 auch Ettore Scolas C’eravamo tanto amati, einen der bedeutendsten Arthouse-Erfolge jener Zeit.
Aber Zingarelli hörte nicht auf, zu träumen. 1973 erwarb er – entgegen dem damaligen Trend der Landflucht in die Städte – ein 93 Hektar großes Anwesen in Castellina in Chianti: das mittelalterliche Borgo “Le Macìe”. Nur 2 Hektar waren damals bepflanzt. Er restaurierte das historische Dorf aus dem 14. Jahrhundert, baute eine moderne Kellerei – und begann, Wein zu machen.

Weingut Rocca de la Macie
Der Name des Weingutes verbindet beides: Rocca (die Burg, das Anwesen) und delle Macie (der Name des ursprünglichen Gutes). Was aus dieser Verbindung entstand, überrascht rückblickend nicht: ein Weingut, das Geschichten erzählt – in jeder Flasche.

Rocca de le Macie Geschichte
Italo Zingarelli hinterließ nicht nur Wein und Film – er hinterließ eine Familie, die sein Lebenswerk weiterführt.
Sein Sohn Sergio Zingarelli begann 1985, im Weingut mitzuarbeiten, und übernahm 1989 die Leitung. Er zog dauerhaft von Rom nach Castellina in Chianti – ein Statement für sich. Unter seiner Führung begann in den 1990er Jahren eine neue Ära: Sergio startete eine systematische Erneuerung der Weinberge (ab 1995) und verschob den Fokus weg von der Mengenproduktion hin zur Qualitätsviticultur. Einzelne Weinbergsparzellen sollten nicht mehr austauschbar sein, sondern ihren eigenen Charakter ausdrücken.

Chianti Classico von Zingarelli
Ab 2010 arbeitete Sergio mit dem Önologen und Agronomen Lorenzo Landi zusammen. Das Ergebnis war ein klar formuliertes Weinbau-Credo: Weine müssen “buono da bere” sein (gut zu trinken) – aber auch “buono da pensare” (gut zum Nachdenken). Wein als Landschaft, die man im Glas spürt.
Heute ist das Weingut in der vierten Generation angekommen:

Information über Weingut und Weine von Rocca de le Macie
Das Weingut umfasst heute 500 Hektar auf sechs Gütern – darunter das Ursprungsweingut Le Macìe, das 1984 erworbene mittelalterliche Borgo Fizzano und die Tenuta Campomaccione in der Maremma.
Die Kernweine des Weinguts sind die beiden Chianti Classico DOCG-Varianten. Beide basieren auf Sangiovese und stammen aus dem Castellina-Gebiet – einem der besten Terroirs der Chianti-Classico-Zone.
Der Chianti Classico (13,5 % vol.) ist vollmundig mit Aromen von frischen Kräutern, reifer Kirsche und sanfter Eiche. Die Weinwelt bezeichnete ihn als besten italienischen Rotwein und kürte den 2010er Jahrgang zum Wein des Jahres 2012. Gambero Rosso vergab 2 Gläser für den Jahrgang 2009. Bei Scheurichweine erzielt er 5,0 von 5 Sternen – ein konsistentes Zeichen.
Die Riserva (14 % vol.) ist nochmal eine Stufe komplexer: rubinrot, mit schwarzen Johannisbeeren, Marasca-Kirschen, Noten von peruanischem Pfeffer und süßen Gewürzen. Der Jahrgang 2015 holte sich James Suckling 95/100, Wine Spectator 94/100 und eine Goldmedaille beim Mundus Vini.

Chianti Classico vs Chianti Riserva Vergleich
Die beiden Gran-Selezione-Weine des Weinguts tragen die Namen von Zingarellis bekanntesten Filmen:
Dazu kommen zwei Super-Tuscans: Ser Gioveto (1985 für Sergio kreiert, als er ins Weingut eintrat) und Roccato (Sangiovese-Cabernet-Sauvignon-Blend aus 1988).

Rocca de le Macie Regionen
Neben dem Chianti-Herzstück produziert Rocca delle Macie in zwei weiteren Regionen:
Maremma (Küstentoskana): Die Vigna L’Aja Bruciata – ein Vermentino Superiore DOC, der 2021 von Andrea Zingarelli kreiert wurde, um das Evolutionspotenzial des Vermentino auszuloten. Für Rocca delle Macie ist es die höchste Weißwein-Expression.
Trentino (Norditalien) – Villa Vescovile: Müller Thurgau, Pinot Grigio, Sauvignon, Pinot Nero und Teroldego Rotaliano. Daneben entsteht mit dem Fratus ein Franciacorta DOCG (Dosaggio Zero Millesimato) nach der Methode der natürlichen Flaschengärung.
Rocca delle Macie ist seit 2025 offiziell biologisch zertifiziert. Aber der Weg dahin war eine langjährige Entwicklung: Das Weingut hält darüber hinaus die VIVA-Zertifizierung (Nachhaltigkeitsstandard des italienischen Umweltministeriums) und die DNV-Zertifizierung.
Sergio Zingarelli fasst die Philosophie so zusammen: Das Weingut versteht sich als Hüter des Landes – Terroir und Nachhaltigkeit sind keine Marketingbegriffe, sondern Teil des täglichen Wirtschaftens. Zu den sechs Gütern des Weinguts gehören auch 19 Hektar Olivenhaine – auch das gehört zur Kultur der Toskana.
Der Chianti Classico ist ein flexibler Begleiter: Seine Fülle und die kräuterigen Noten passen hervorragend zu toskanischen Fleischgerichten, Pasta mit Tomatensauce, gereiftem Pecorino oder gegrilltem Lamm.
Die Riserva verlangt nach etwas mehr: Wildgerichte, Rindsschmorbraten, Trüffelpasta oder reife Hartkäse. Die Tiefe des Weins – schwarze Johannisbeere, Peruvianischer Pfeffer, süße Gewürze – braucht Gerichte mit ähnlichem Gewicht.
Ein Tipp aus der Praxis: Beide Weine sollten vor dem Trinken dekantiert werden. 30-60 Minuten Belüftung öffnen die Aromen deutlich – besonders bei der Riserva.
Seit 1907 bringt Scheurichweine Weine aus sieben Ländern nach Deutschland – sorgfältig ausgewählt, qualitätsgeprüft und zu fairen Preisen. Die beiden Rocca-delle-Macie-Weine sind ein gutes Beispiel dafür, was das bedeutet: internationale Auszeichnungen, familiäre Weinbauphilosophie und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das Kritiker wie Kunden gleichermaßen überzeugt.
Beide Weine lassen sich bequem direkt bei Scheurichweine online bestellen – mit der Gewissheit, dass hinter jedem Jahrgang eine Familiengeschichte steckt, die bereits 1930 in einem Kino-Traum begann.